Ein in Amerika erfolgreicher Markt sind s.g. Online Supermärkte.
Der Unterschied zu einem Normalen Supermarkt ist klein aber fein. Wie man aus dem aus dem Wort Online schon entnehmen kann ist die haupteigenschaft “Online”. Also ein Online Supermarkt, ein Supermarkt der Online zur Verfügung steht. Diese Art Marktform ist leider noch nicht so gebräuchlich ist wie Online Shops – aber im stetigen Anmarsch. Es gibt von dieser Art schon in Deutschland ein Handvoll dieser Art von Online Märkten. Keine Angst es ist noch nicht zu spät!
Diese Marktform bringt fast nur Vorteile mit sich die sie um so attraktiver macht!
- Warenbestand bleibt immer übersichtlich da nur Mitarbeiter Waren entnehmen können
- Keine Diebstähle möglich
- Man kann sich voll und ganz auf das Geschäft konzentrieren
- Durch wesentlich weniger Personalbedarf kann man Konkurrenzfähige Preise anbieten
- Die absolute Warenwirtschaft ermöglicht es zu 99% fast immer den exakt den Warenbestand zu bestimmen
- Das Geschäft lässt sich sehr gut automatisieren (es entfallen Kassen usw.)
- Je nach Automatisierung wären die einzigen benötigten Angestellten die Lagerverwaltung! (Man bedenke wie viele Angestellte ein normaler Supermarkt benötigt)
- Die Zielgruppen sind die gleichen wie in normalen Märkten nur mit mehr Tendenz nach oben (ältere Leute) – was ein absoluter Pluspunkt gegenüber normalen Märkten ist.
- uvm..
Um Ihnen das ganze näher zu bringen, die Aufgaben (zusätzliche) eines Online Supermarktes:
- Warenwirtschaft – d.h. Lagerverwaltung nach Lebensmittelverordnungen
- Betreiben eines OnlineShops der das Lager wiederspiegelt (sowie eine angebundene Telefonhotline, sodass es auch möglich ist per Telefon zu bestellen)
- Logistikverträge für die Zulieferer sowie auch Liefereranten
Ein Arbeitsablauf könnte so aussehen (1 Produkt Beispiel):
- Sie bestellen beim Lieferanten Produkt XYZ
- Sie pflegen das Produkt in die Warenwirtschaftssoftware bzw. im Online Shop ein.
- Kontrollieren des Warenbestands
- Kunde sieht Produkt XYZ und bestellt im Internet (oder Telefonisch aus einem Katalog)
- Bestellung wird vom Warenbestand sofort abgezogen um Lieferung zu gewährleisten
- Kunde bezahlt Online
- Zahlungsbestätigung von Ihnen
- Weitergabe an die Logistik zur Verpackung und zum Versand
- Logistik liefert Bestellung aus.
- Weiter zu Punkt 1.
Mitarbeiter:
…werden je nach skalierung des Geschäftes im Prinzip nur einer ausgenommen der Buchhaltung benötigt. Eine gute und günstige Buchhaltung gibt es hier.
Skalierung des Geschäfts:
…ist ganz abhängig davon wieviel Startkapital und Motivation mitgebracht wird. Für Kleinunternehmer wäre es z.B. von Vorteil anfangs nur den Umliegenden Bezirk beliefern und dementsprechend nur eine kleines Lager Verwalten. Bei Bezirksweiter Lieferung lohnt es sich z.B. die Waren selbst auszuliefern, die Kosten hierbei fast gleich bei Null liegen. Für größere Unternehmer lohnt es sich Lieferverträge mit Logistikpartnern zu schließen.
Finanzen (für ein Kleinunternehmen):
Die gängigen laufenden Kosten (Betriebskosten) für ein kleines Lager von 100m2 sind in etwa folgende:
- Miete 400 – 1000€
- Strom 50 – 110€
- Telefon 20 – 30€
- Webserver für den Online Shop 10 – 50€
- Buchhaltung 40-80€ (inbegriffen dem Jahresabschluss)
- Büromaterialien 10-25€
- Betriebsversicherungen 5 – 50€
- (Krankenversicherung wird 2 Jahre vom Staat bezahlt)
- Kosten für d. Servicedienstleistungen 10-30€
- 1 Mitarbeiter 800€ zzgl. RV-Steuer ca. + 200-350€
Einmalige Kosten für die Einrichtung des Lagers könnten folgnde sein (die Kosten können hierbei auf 30% des Neupreises bei Gebrauchtwaren gesenkt werden):
- Mietkaution 700-1100€
- Telefon 50 €
- Webserver inkl. Online Shop 100-500€
- Buchhaltung 50-200€ (wobei meistens am Anfang nichts verlangt wird)
- Büroausstattung 300€
- Warenwirtschaftssoftware (mehrere) 300€
- Computer 400€
- Drucker 50-150€
- Ettikettendrucker 40-80€
- Lagerflächen (Regale) 400€
- Tiefkühl und Kühlflächen 400-1000€
- Einmaliger Anschaffungspreis eines kleinen Gebrauchtwagens ~1500€
In die Lieferung bzw. Lieferpreise muss u.U. folgendes eingerechnet werden:
- Jährliche Steuern und Versicherung ~700€
- Treibstoff, ca. 10€ / 100km
- Warungskosten und Reservegelder für Probleme 200€ / Monat
Aus den Kosten könnte man z.B. einen auf dem Jahr gerechneten KM Preis ausrechnen: Bei einem im Bezirk fahrendem Auto kommt man je nach Aufträge auf maximal 50km täglich. Das macht un der Woche 250km, pro Monat 1000 km, was 100 € entspricht. Das ganze mal 12 = 1200€ / Jahr mit einer Laufleistung von 12000km.
- 1200€ Treibstoff / Jahr
- 2400€ Warungskosten / Jahr (12×200€)
- 700 € Steuern und Versicherung
Das macht / Jahr 4300 € für die Lieferung. Bei 48 Kalenderwochen / Jahr (nein keine 53) a 5 Liefertagen kommt man auf eine tägliche Lieferpauschale von: 17,91€ (sehr günstig)
Um Kosten zu sparen könnte man noch Kooperationsverträge mit anderen Supermärkten schließen.
Das ganze ist ein Beispielhafter Plan für Kleinunternehmen – man kann das ganze nach oben hin natürlich so weit skalieren wie man möchte.
Ähnliche Beiträge:
Siehe auch:
- geschäftsidee logistik
- geschäftsidee supermarkt
- geschäftsidee lagerraum
- logistik geschäftsideen
- markt und marktformen
- vorteile onlinesupermarkt







Hallo
ich melde mich jetzt einfach mal. Seit geraumer Zeit lese ich deinen Blog sehr gerne und freue mich jedes mal, wenn ein neuer Eintrag kommt.